Powerpoint kann fast jeder, gute Rhetorik leider nur die wenigsten

Powerpoint kann fast Jeder, gute Rhetorik leider nur die Wenigsten. Die Rhetorikhelden geben Seminare in vortragstraining und Präsentationstraining.


Es sind nur zwei bis drei Sekunden. In zwei bis drei Sekunden entscheiden wir, ob wir einen Menschen sympathisch finden oder nicht. Ob wir ihn oder sie kompetent, vertrauenswürdig oder beispielsweise optisch ansprechend finden. Der erste Eindruck zählt und ist nur schwer wieder „wett“ zu machen. Das haben wir schon oft erlebt: im Job, im Alltag und auf Partys. Natürlich können sich diese ersten Empfindungen beim Kennenlernen eines Menschen noch deutlich ändern, sowohl positiv als auch negativ. Eine Drehung um 180 Grad erleben wir nur selten. Diese simple Überzeugung können wir fantastisch auf Vorträge, Präsentationen oder Interviews anwenden. Wobei die Anwendung hier relativ ist. Im Privaten achten wir sehr auf den ersten Eindruck, in wichtigen beruflichen Disziplinen, wie in der öffentlichen Präsentation, leider viel zu selten.

Powerpoint ist alles, das Problem mit der Rhetorik wird schon irgendwie funktionieren

Powerpoint ist out, Rhetorik ist wieder in. Dieser festen Überzeugung sind die Rhetorikhelden schon berufsbedingt, das
überrascht jetzt vermutlich nicht. Allerdings erlebt das Präsentations- und Vortragstraining einen kleinen Boom und wir hoffen, dass sich dieser Trend in der Kommunikation bzw. in der Business-Rhetorik noch intensiver fortsetzt. Deutschland braucht bessere Präsentationen, Deutschland braucht spannende Vorträge und vor allem braucht unserer Land mehr Kreativität für die Sprache. Oder wann habt ihr zuletzt eine mitreißende Rede erlebt, deren Inhalte wirklich anschaulich dargestellt worden und hängen geblieben sind? Schon etwas her? Überhaupt schon mal erlebt? Richtig, leider viel zu selten.

 

Unsere Dozenten bereiten Workshops nicht nur sehr akribisch vor, natürlich sprechen wir im Team auch über Inhalte, Lösungsmöglichkeiten und Methoden zur Verbesserung der rhetorischen Fähigkeiten unserer Seminarteilnehmer. Wir wissen inzwischen aus jahrelanger Erfahrung, dass bei der Vortrags- oder Redevorbereitung fast ausschließlich der Inhalt Beachtung findet. Fakten müssen sitzen, Fachbegriffe einfach und plausibel erläutert und Grafiken verständlich gemacht werden. Das ist natürlich auch gut so. Die rhetorische Performance auf der Bühne oder hinter dem Rednerpult spielt in der Vorbereitung eigentlich nie eine Rolle. Gestik, Mimik, Interaktion, rhetorische Highlights oder emotionale Geschichten zu langweiligen Themen: es könnte doch alles so schön sein. Bevor ich gleich von einem praktischen Beispiel zur Veranschaulichung berichte, möchte ich noch kurz über DIE Frage sprechen, die sich Medientrainer und Dozenten immer wieder stellen.

Angstschweiß und schwitzige Hände ja. Praktische Vorbereitung nein.

Die meisten Menschen haben Angst vor Reden, Präsentationen oder Interviews. Klar, das kennen wir aus unserer journalistischen Praxis sehr gut. Selbst als Moderator oder Reporter für Funk und Fernsehen geht es uns da nicht anders. Auch wir sind aufgeregt, wenn wir vor der Kamera oder auf der Bühne vor tausenden Menschen stehen. Allerdings haben wir gelernt, damit umzugehen. Und wir haben geübt: vor dem Spiegel, vor Freunden und Verwandten und mit dem Handy. Einfacher geht es doch gar nicht! Handyvideos eignen sich perfekt, um die eigene Rhetorik zu verbessern.

 

Warum haben so viele Menschen Vortragsangst, stürzen sich aber trotzdem völlig unvorbereitet in die Präsentation oder Rede? Wir von den Rhetorikhelden werden weiter nach nachvollziehbaren Gründen für diese Himmelfahrtskommandos suchen. Prinzipiell stellen wir aber immer wieder fest, dass die Rhetorik durch stupides Pauken bzw. Auswendiglernen des Vortrags ausgeblendet wird, getreu dem Motto „irgendwie bekomme ich das schon hin“. In der Regel ist dies ja auch der Fall, nur die Zuhörer gehen eben nicht mit einem ungewöhnlich guten Unterhaltungswert nach Hause. Das Ergebnis: Ein Vortrag, wie jeder Andere.

Vortragstraining der Rhetorikhelden: ein aktuelles Beispiel

In einem unserer letzten Vortragstrainings ging es um den Mensch als Marke im Unternehmen, der Fokus lag auf kleinen Familienbetrieben in einer mittelgroßen Stadt in Deutschland. Wir haben uns das Redeskript im Vorfeld schicken lassen, im Team beraten, analysiert und festgestellt: auf dem Papier ist das ein fantastischer Vortrag. Die Geschäftsführerin einer kleinen Marketingagentur hatte uns für ein Personal Coaching beauftragt, um diese Steilvorlage in der Praxis umzusetzen. Klare Struktur, moderne Elemente wie Videos, einfach gestaltete Folien usw., die Grundlage für eine beeindruckende Präsentation war damit gelegt. Um auf den Beginn dieses Artikel zurückzukommen: Auch der Vortrag begann mit dem Verweis auf die berühmten zwei bis drei Sekunden, in denen wir uns schon ein sehr konkretes Bild von einem anderen Menschen machen. Nach einem Sehbeispiel (ein 30-sekündiger Ausschnitt eines YouTube-Videos) wollte die Teilnehmerin unseres Medientrainings mit den besagten Worten einsteigen. Und genau diesen Einstieg haben wir im Kameratraining geübt, immer wieder und wieder.

 

Unsere Geschäftsführerin hatte sich wirklich über alles Gedanken gemacht, nur nicht über die Zeit, bis sie mit dem Sprechen beginnt. Und genau da trennt sich bei Vortragsrednern schon die Spreu vom Weizen. In dieser Zeit bilden sich die Zuschauer oder Zuhörer schon ihre Meinung. Mit welcher Körperspannung komme ich auf die Bühne? Suche ich Blickkontakt zu den im Raum anwesenden Menschen? Wirke ich verspannt und aufgeregt – oder habe ich ein selbstsicheres Lächeln auf den Wangen? Funktioniert der reibungslose Übergang zum Vorspielen des Einstiegsvideos? Was passiert, wenn der Film hakt oder nicht abgespielt werden kann? Die Rhetorikhelden sind sicher: 90 bis 95 % aller Menschen machen sich darüber keine Gedanken, vermutlich weil es nicht auf dem Papier steht. Dabei entscheiden genau in diesen Details über Erfolg oder Misserfolg.

Kameratraining ist das Geheimrezept für die kritische Selbstanalyse

Im Kameratraining wiederholen wir immer wieder einzelne Parts oder Sequenzen der Rede bzw. der Präsentation. Was immer wieder sehr spannend ist, denn die Teilnehmer selbst sind viel kritischer, als unsere Dozenten. Als Fernsehmacher kennen wir das. Wenn man sich selbst im Fernsehen (oder im Coaching auf der Leinwand) sieht, fallen sofort viele kleine Dinge auf, die wir während des Redens überhaupt nicht registrieren. Das Hin- und Herlaufen ist unsere Paradebeispiel. Selbst wenn sich Seminarteilnehmer darauf konzentrieren, wirkt es in der anschließenden Videoanalyse ganz anders: in der Regel unterschätzen wir alle, dass die Bewegung deutlich intensiver ist, als gefühlt.

 

Wir mögen keine abgedroschenen Phrasen. Aber auch in der Rhetorik zählt eine Weisheit genau so, wie in fast allen anderen Lebenslagen. Übung macht den Meister. In unserem Medientraining möchten wir Menschen ermutigen, ihre rhetorischen Fähigkeiten und Stilmittel zu verbessern. Dafür legen wir die Grundlage und geben die nötige Inspiration mit. Schon nach wenigen Simulationen vor der Kamera erkennen die Teilnehmer den Nutzen. Und dank des technischen Fortschritts können wir uns so einfach selbst reflektieren, wie nie zuvor. Stellt euer Handy auf den Schrank und drückt auf Aufnahme: Zieht euer Konzept durch und fangt nicht immer wieder von vorne an, denn das trainiert die Situationen, an die in der Vorbereitung niemand denkt. Das ist die beste Medizin, um schlagfertiger in Reden und Vorträgen zu gehen.

Also: üben, üben, üben - los geht's...

Powerpoint ist schön, Rhetorik ist besser. Selbstverständlich üben wir auch das Einbinden von technischen Hilfsmitteln. Wer allerdings sprachlich mit allen unvorhersehbaren Situationen umgehen kann, für den sind Powerpoint, Keynote und Co. nette Hilfsmittel zum Zweck, mehr nicht. Und da der Einstieg genau so wichtig ist wie der Ausstieg in einem Vortrag, beende diesen Blogeintrag mit einem Bild. Denn Kino im Kopf ist ebenfalls ein mögliches Highlight auf der Bühne oder am Rednerpult. Stellt euch vor, wie die Menschen am Ende Ihrer Rede applaudieren. Immer mehr und mehr, immer lauter. Einige der Zuhörer stehen sogar auf und klatschen immer doller. Und in euch macht sich dieses Gefühl des Glücks und der Erleichterung breit. Der erste Eindruck zählt, aber der letzte Eindruck bleibt hängen. Nehmt diese Inspiration mit und spielt sie immer wieder vor dem geistigen Auge ein – viel Spaß beim üben.



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